Firefox 4.0 erschienen
13.03.2011 | Kategorie: ComputerNach mehr als einem Jahr Entwicklung hat Mozilla die neue Version von Firefox zum Download freigegeben. Firefox 4 stellt eine komplette Überarbeitung dar und bietet einige Verbesserungen gegebnüber der Version 3.6.
Auf den ersten Blick fällt die schlankere Bedienoberfläche des Feuerfuchses auf. Das Menü befindet sich nun in den Linux- und Windows-Versionen im oberen Rahmen des Fensters. Dort befindet sich nun ein Firefox-Knopf, durch den man Zugang zum Menü bekommt. Wer diese Neuerung zu umständlich findet, hat die Möglichkeit das Menü per Alt-Taste wieder sichtbar zu machen. Auch die Tab-Leiste hat einen neuen Platz bekommen. Sie wurde über die Adressleiste verschoben. Die neue grafische Übersicht “Panorama” bietet dem Surfer einen Überblick über alle Tabs. Per Drag and Drop lassen sich die Tabs zu Gruppen zusammenfügen.
Dank dem neuen JavaScript-Engine JägerMonkey lässt sich Firefox 4 auch in Sachen Performance nicht kleinkriegen. In Tests der Pc-Zeitschrift Chip gibt es neben Computern, Windows und mehr auch einen Geschwindigkeitstest des neuen Browser. Demnach liegt der Neue von Mozilla gleich auf mit Kokurrenten wie Chrome 10 und Internet Explorer 9.
Die HTML5- Unterstützung wurde von Mozilla in Firefox 4 abgerundet. Dies wurde durch einige Neuerungen und Änderungen in der Gecko-Engine erreicht.
Die Leistungsfähigkeit der Firefox-Erweiterungen ist weiterhin unbestritten gegenüber den Kollegen Chrome und IE. Dies liegt vorallem daran, dass sie auch weiterhin tiefer im System sitzen. Der große Nachteil davon war bisher, dass bei jeder Installation/ Deinstallation bzw. Aktualisierung ein Browser-Neustart nötig war. Durch das Erweiterungssystem Add-on SDK, lassen sich Erweiterungen neuerdings flüssig (De-)Instalieren.
Auch zum Schutz der Privatsphäre bietet die Version des Browsers eine Neuerung. Bei Bedarf lässt sich ein “Do-not-Track” -Header mit jeder HTTP-Anfrage mit senden. Dies soll dem Werbeanbieter signalisieren, dass Tracking-Cookies nicht verwendet werden sollen, um den Nutzer beim wiederkehren nicht mit maßgeschneiderten Anzeigen zu “attackieren”. Damit dies jedoch funktioniert, ist Mozilla auch auf den guten Willen der Anbieter angewiesen. Denn der “Do-not-Track” -Header muss auch erkannt und respektiert werden. Ob dies getan wird, ohne ein eingreifen der Aufsichtsbehörden ist fraglich. Im Gegensatz zu anderen Anbietern setzt Mozilla eher darauf den Wunsch nach Privatsphäre zu kommunizieren, statt mit Blockaden ein weiteres “Wettrüsten”, seitens der Werbeanbieter zu fördern.
Der neue Browser Firefox 4 ist in knapp 80 Sprachen verfügbar und kann selbstverständlich kostenlos vom Server des Projektes heruntergeladen werden.
Download Firefox 4.0 Final unter: Mozilla.com (deutsch)